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Teil 1: Übergewicht - Ursachen
und Risikofaktoren
Teil 2: Methoden der Ermittlung
Teil 3: Diagnose
Teil 4: Therapie
Die Ursachen des Übergewichts sind vielfältig. Noch vor zehn
Jahren wurden Sie beim Arzt oder der Diätberatung vielleicht belächelt,
wenn Sie „die Hormone“ angeführt haben oder „es liegt bei uns
in der Familie“ als Begründung Ihres Übergewichts angegeben haben.
Auch die bekannte Volksmeinung „abends essen macht dick“ wurde
lange Zeit als unsinnig verworfen, ist doch die Kalorienzufuhr
über den Tag berechnet nicht höher als wenn Sie mittags eine größere
Mahlzeit zu sich nehmen.
Heute weiß man, dass all diese in der Bevölkerung schon lange
„klaren Zusammenhänge“ stimmen und wissenschaftlich untermauert
sind. Dennoch kennt die Medizin bis heute nur einige der Zusammenhänge
zwischen genetischen Faktoren oder dem Hormonhaushalt und dem
Übergewicht.
Neben der absoluten Kalorienzufuhr ist auch die Nahrungszusammensetzung
und der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme entscheidend für den Stoffwechsel.
Während die kohlenhydratreiche Mahlzeit am Vormittag aufgrund
der Bewegung und Belastung bei der Arbeit zum Beispiel gut verbrannt
wird, führt die Insulinausschüttung nach solch einer Mahlzeit
am Abend zwar zur guten Nahrungsaufnahme, aber die dann notwendige
Verbrennung bleibt aus - wir legen uns hin und die aufgenommene
Energie legt sich in Form von Fettzellen um uns herum. Gerade
das Bauchfett bereitet gesundheitliche Probleme, produziert es
doch selber Hormone und ist am Hormonstoffwechsel beteiligt. Neueste
Erkenntnisse zeigen auch, dass der Bauchumfang alleine ein bedeutsamer
Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung ist: Ein "deutlich
erhöhtes" Risiko liegt vor, wenn der Bauchumfang bei Männern mehr
als 102 Zentimeter und bei Frauen mehr als 88 Zentimeter beträgt.
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